SCHRATTEFLUE - Teufel, Hengst und Jungfrau

DIE AUSSTELLUNG

Zu jeder Aufführung findet parallel eine Ausstellung statt. Diese ermöglicht einen weiterten Einblick ihn die Innenwelt der Schrattenfluh. Fundstücke, die vor Ort gesammelt wurden, werden mit weiteren Artefakten und Recherchematerial zu einer „Wunderkammer“ geformt. Die Inszenierung eröffnet Gedankenspiele und Geschichten, die sich zwischen den teilweise kuriosen, aber auch banalen Materialien und Gegenständen ergeben.

Die Ausstellung wird von Carina Sommer und Livia Müller konzipiert. Umrahmt wird diese mit Bildern von Christian Hartmann, der das Projekt als Fotograf begleitet und dabei sein Augenmerk auf die vielfältigen Formen des Karsts gelegt hat.

Vernissage

Entlebucherhaus, Sonntag, 1. Mai 2022, 11:00 Uhr
Einführung: Bettina Staub
Musikalische Umrahmung: Christian Hartmann

Öffnungszeiten:
Sonntag, 1. Mai, 11 - 17 Uhr
Mittwoch, 4. Mai, 14 - 17 Uhr
Samstag, 7. Mai, 14 - 17 Uhr
Sonntag, 8. Mai, 11 - 16 Uhr

Vernissage

Somehuus Sursee, Mittwoch, 18. Mai 2022, 19:00 Uhr
Einführung: Bettina Staub
Musikalische Umrahmung: Christian Hartmann

Öffnungszeiten:
Mittwoch, 18. Mai, 19 - 21 Uhr
Donnerstag, 19. Mai, 19 - 21 Uhr
Freitag, 20. Mai, 18 - 20 Uhr
Samstag, 21. Mai, 17 - 20 Uhr
Sonntag, 22. Mai, 11 - 17 Uhr

 

WUNDERKAMMER SCHRATTEFLUE
Ein zerfurchtes Holzstück, so gross wie der Schädel eines Fuchses, mit hornähnlichen Auswüchsen, ausgewaschen vom Regen; darunter liegend eine gewölbte Haut, seitlich zerfranst, bronzen glänzend wie ein Stück gegossenes Reptil; daneben eine rostige Schale mit Rissen, ein Splitter Menschengewalt, ein liegengebliebenes Metallteil von militärischen Übungen in der Schrattenfluh: Das Entdecken, Auswählen, Sammeln, Ordnen, Kategorisieren und Arrangieren von Material liegt in der Natur des Menschen – es reizt die Sinne, es fasziniert. So, wie auch das Betrachten von Sammlungen aller Art, seien es wissenschaftliche, archivarische, private oder künstlerische. Bei genauem Hinsehen werden Auswahlkriterien, Ordnungssysteme aber auch neue Zusammenhänge erkennbar. Sie kitzeln den eigenen
Sammler- und Ordnungsinstinkt.
Durch ungewohnte Materialkombinationen spielen die Künstlerinnen Livia Müller und Carina Sommer in der Ausstellung «Wunderkammer Schratteflue» mit neuen Perspektiven und Betrachtungsmöglichkeiten. Elemente aus der Recherche, Steine, die an Fabelwesen erinnern, seltsame Formen von Wurzeln, Knochen und vieles mehr haben die beiden innerhalb eines künstlerischen Prozesses zu einer «Wunderkammer» geformt. Diese materielle Inszenierung führt ins Bühnenstück ein und ermöglicht einen weiteren Einblick in die Welt der Schrattenfluh. Sie eröffnet Gedankenspiele und Geschichten, die sich zwischen den teilweise kuriosen, aber auch banalen Werkstoffen und Gegenständen ergeben. Wie auch bei den ursprünglichen Wunderkammern des 16., 17. und 18. Jahrhunderts, soll die «Wunderkammer Schratteflue» über Staunen und Verwundern Zugänge zum Wissen über die Welt erschaffen, aber durch Irritation auch Fragen aufwerfen und zum Fantasieren anregen. Alte Mythen aus
dem Innersten des geheimnisvollen Karstgebirges werden wiederentdeckt und im Geiste des Betrachtenden neue erschaffen.
Dazu sind Fotografien von Christian Hartmann zu sehen. Er hat das Projekt als Fotograf begleitet und dabei dem Karst und seinen vielfältigen Strukturen und Formen besondere Aufmerksamkeit gewidmet.